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Wirbelsäulentrauma

Jeder Unfallmechanismus mit massiver Drehung, Biegung und Stauchung kann zu Verletzungen der Wirbelsäule und des Rückenmarks führen. Die Unfallursachen lassen sich gerundet zu je einem Drittel auf Verkehrs- und Sportunfälle und zu etwa einem Viertel auf Stürze zurückführen. Andere Ursachen sind deutlich seltener. Während in den USA rund 15% dieser Verletzungen durch Gewaltakte verursacht werden (mit einem grossen Anteil an Schussverletzungen), sind dies in der Schweiz unter 5%.

Eine der häufigsten Ursachen des Wirbelsäulentraumas ist das Aufprallen des Kopfes auf einen Gegenstand, wenn der weiter in Bewegung befindliche Körper die Halswirbelsäule staucht. Dies passiert z.B. beim Aufprall eines Fussgängers auf eine Fahrzeugscheibe, beim Kopfsprung in flache Gewässer oder mitunter beim Sturz vom Motorrad oder Pferd.

Ungefähr 20% der Stürze aus mehr als 5 Meter Höhe verursachen einen Bruch der Wirbelsäule.

Die Schädigung kann im Moment des Unfalls stattfinden. Wir sprechen dabei vom sogenannten Primärschaden, also der unmittelbaren Auswirkung oder Folge aus der Gewalteinwirkung. Dabei kann es zu Verletzungen des Knochens oder des Rückenmarks kommen. Während der Primärschaden unbeeinflussbar ist, kann die grundsätzliche Versorgung ausserhalb des Spitals, also durch Ersthelfende oder den Rettungsdienst, manchmal positiven Einfluss auf das Auftreten von Folgeschäden nehmen. So bedeutet eine Verletzung der knöchernen Wirbelsäule nicht zwangsläufig auch eine Verletzung des sich darin befindlichen Rückenmarks. Es können aber sogenannte Sekundärschäden entstehen, wenn es in Folge der Gewalteinwirkung zu Schwellungen, Einblutungen, Durchblutungsstörungen oder Verschiebungen von Bruchstücken der Wirbelsäule kommt.

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