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Wirbelsäulentrauma

Unter einem Wirbelsäulentrauma versteht man eine Schädigung der Wirbelsäule durch mechanische Gewalteinwirkung, die je nach Schweregrad und Dauer alle Strukturen betreffen kann. Das bedeutet, dass neben den knöchernen Wirbelkörpern auch die eigentlich dadurch geschützten Bestandteile des innenliegenden Rückenmarks und der Nervenwurzeln betroffen sein können.

Schon in den ersten Minutennach dem Unfall können spezifische Zeichen einer Verletzung der Wirbelsäule und/oder des Rückenmarks erkennbar sein. Diese bringen sich beispielsweise mit Schmerzen im betroffenen Bereich, Gefühlsstörungen oder gar durch Ausfallserscheinungen von z.B. Armen oder Beinen zum Ausdruck. Möglicherweise ist der Betroffene bereits nicht mehr in der Lage, die Extremitäten zu bewegen.

Die Zahl der Personen, die in der Schweiz jedes Jahr eine Querschnittverletzung durch Gewalteinwirkung erleiden, lässt sich mit ungefähr 200 beziffern – ohne dass dafür exakte statistische Daten vorliegen. Zu rund zwei Dritteln sind Männer betroffen, und über ein Drittel der Patienten sind unter 25 Jahre alt.

Häufig liegen Wirbelsäulenverletzungen als Kombinationsverletzungen vor. So findet sich je nach Unfallsituationen bei bis zur Hälfte der Patienten mit Mehrfachverletzungen eine Beteiligung der Wirbelsäule. Rund 5 bis 10% der Patienten mit Gewalteinwirkungen auf den Kopf haben eine Rückenmarksverletzung und umgekehrt. Deshalb muss bei jeder erkennbaren Gewalteinwirkung auf Rücken und Hals bis zum Beweis des Gegenteils mit einer Verletzung der Wirbelsäule oder des Rückenmarks gerechnet werden. Diese Verletzungen haben in der Versorgung Vorrang, sofern keine lebensbedrohliche Situation besteht.

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